Die Tageslosung für heute, den 10. April 2014, aus 2. Korinther 12,9

  • Von matthias
  • 10 April, 2014
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Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.
2. Korinther 12,9

Dazu der Artikel „Lass dir an meiner Gnade genügen“ von Sigurd Bratlie:

Paulus hatte große Offenbarungen erhalten, und damit er sich nicht überhebe, hat er einen Pfahl ins Fleisch bekommen. Er flehte zum Herrn, dass er ihn wegnehme, aber er bekam die Antwort: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Und Paulus fährt fort: „Darum will ich mich am allerliebsten rühmen.meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne.“ 2. Kor. 12, 1 – 9.

Hierin finden viele einen falschen Trost. Sie spüren ihre Niederlagen und ihre Sünde. Auf diese Weise sind sie schwach und sagen: „Ja, Paulus konnte sich auch nichts anderem rühmen, als seiner Schwachheit, und es ist gut, dass wir uns an seiner Gnade genügen lassen können.“ Dieser Auffassung nach brauchten wir ja gar nicht gottesfürchtig zu leben, weil wir uns ja an seiner Gnade genügen lassen könnten. Aber dann würde man sich ja seiner Sünde rühmen. Sei versichert, dass Paulus das nicht getan hat! Du darfst nicht glauben, dass der Pfahl im Fleische eine Sünde war, der Paulus unterlag. Im Gegenteil, der Pfahl war ihm ja gerade deshalb gegeben, damit er nicht sündigen sollte, – damit er sich nicht überheben sollte. Dieser Pfahl war etwas, was dazu half, ihn dauernd in der Erkenntnis zu bewahren, dass er ohne Gnade zu nichts nütze wäre. Er sollte aber auch in nichts zu kurz kommen; die Gnade sollte ihm genug sein. Die Gnade sollte nicht ein gottesfürchtiges Leben ersetzen, sondern ihm dazu verhelfen, und zwar ohne Mangel – völlig hinreichend – völlig genügend.

Du, der du der Sünde unterliegst, und dies mit der Schwachheit vergleichst, von der Paulus schreibt, denkst du nicht daran, dass in ihm die Kraft Gottes vollkommen wurde, sodass er gerade, wenn er schwach war, stark war? Du willst dich doch nicht unterstehen zu sagen, wenn du der Sünde unterliegst – z. B. zornig wirst – dass dann die Kraft Gottes in dir vollkommen sei? Schlimmer geht’s nicht! Du kannst auch nicht sagen, dass du, wenn du z. B. zornig wirst, dann schwach seist. Im Gegenteil, dann bist du stark. Dann ist mit dir nicht gut Kirschen essen. So hast du aber auch nicht die Kraft Gottes, sondern nur die Kraft des Fleisches.

Schwach sein ist das Gegenteil von stark sein. Schwach sein heißt demütig sein und geringe Gedanken über sich selber haben. Dann bekommt man Gnade – die Kraft Gottes – über sich, sodass man die Sünde überwindet. Daher muss uns Gott ab und zu solche Dinge geben, die uns an unser Elend erinnern und uns von Gott abhängig machen. Wenn Gott uns segnet, unser Werk gelingen lässt, vielleicht Offenbarungen gibt, dann wird man leicht hochmütig und meint, ein tüchtiger Mensch zu sein. Doch weiß Gott, uns einen Pfahl ins Fleisch zu geben – das können schwierige Verhältnisse sein, Krankheit oder irgendetwas anderes, was uns daran erinnert, dass wir Staub sind – dass wir nichts sind ohne die Gnade Gottes. Das ist also ein Gegengewicht des Segens, was einen – vielleicht trotz hoher Offenbarungen – in die Schranken weist und uns unsere Schwachheit erkennen lässt.

„Ach ja“, sagst du, „man kann schon merken, dass man zu kurz kommt.“ Gewiss. Hier aber hatte Paulus die Verheißung erhalten, dass die Gnade – die Kraft Gottes – ihm genügen sollte, ausreichen sollte, damit er nicht zu kurz käme. Mit anderen Worten: Die Gnade sollte ihm ein Vorrat an Kraft sein, woraus er dauernd schöpfen könne. Spürte er seine Schwachheit und wie unzulänglich seine eigene Kraft war, dann sollte er nicht den Mut verlieren. Der Vorrat an Gnade sollte ihm völlig ausreichen, sein Werk zu tun: Gottes Willen auf allen Gebieten.

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